scrobble.life
#deutsch

Das "Ordnerproblem" auf einem Computer /// Oder wie ich darueber nachdenke, mir Uebersicht zu Verschaffen in den Schachteln, in welche ich meine Sachen packe.

Die Ueberlegungen dauern an, und sind nichteinmal im Ansatz von mir geloest. Das Ordnerproblem, mit einem Computer, zieht sich durch meine ganze Schreiberei wie ein roter Faden, das ich nicht weis, wo was genau rumliegt, das ich gemacht habe, in einem digitalem Raum.

Da ich studiere, wie ich diese digitalen Raeume selbst baue und Gestalte, beschaeftige ich mich nicht nur mit langweiligen Matrizenrechenwerken und deren Speichermoeglichkeiten außerhalb, sondern auch mit der Anwendung solcher Programme und Logiken.

Eines davon ist der Ordner.

Tue ich was rein, verschwindet es fuer immer, es ist als wuerde man etwas auf einem Tisch liegen haben als Schrifstueck, und es Verpacken, und dann, was anderes darauf legen...

Und wie wir alle das Sprichwort kennen:

Aus den Augen, aus dem Sinn...

Denke ich naemlich, das eines meiner schwersten Probleme in der Nutzung eines Computers, nicht nur mein Problem ist, sondern, hoffentlich, eigentlich nur ein Kernproblem des Menschseins selbst.

Wir legen sie an, die Ordner, verwalten sie in Explorerern, deren Name schon nichts gutes ahnen laesst, und dann, schwubs, sind sie vergessen, und noch schlimmer, gesucht.

Da ich nicht suche und eine Suche verabscheue, muss ich das Ordnerproblem auf eine einfachere Moeglichkeit umbauen.

Wie ich das mache, ist mir bis heute ein Raetsel, aber ich weis, das ich das irgendwie noch hinbekommen kann, wenn ich weiter daran herumraetsele und die Augen und Ohren offen halte.

Das ich keine Zweit und Dritt und Viertmoeglichkeiten nutze, kommt damit dem Anwender zugute, der auch nicht erst studieren will, wie er das Nutzen kann, was er moechte, sondern, sogenanntes "intuitives Handeln und Bedienen" begruessen wird.

Das Scharfe ß muss ich noch Loswerden aus meinem Schreiben, so Nebenbei.

Den Ordner, der eigentlich eher Chaosler heissen muessten, bekomme ich mit der Zeit auch noch los.

Wahrscheinlich, wird das dann irgendwas Visuelles bleiben, aber nicht mehr so zu denken sein. Der Mensch, richtet sich nicht nach der Maschine, sondern die Maschine, hat sich nach dem Menschen zu richten, weil sie uns zu dienen hat.

Deswegen mache ich auch in der technischen Informatik so dicke Luft, warum ich jetzt nach der Pfeife aller anderen tanzen muss, wenn die mir nichtmal vernuenftig erklaehren koennen, warum ich nicht mitspielen darf, wenn ich nicht deren Pfeife achte, nur weil ich nicht in der Lage bin, deren Signale zu Lesen. ;-)

Salve

alucian

Edit!!!

Unten im Kommentar laesst Claude gerade einfach so fallen, das ich mir ja die Zeit zunutze machen koennte, so wie bei der ASCI2 Tabelle, die nicht mehr lange so heisst, bei mir.^^

Das gefaellt mir Gut als Gedanke, und ist ein Potential das ich mir hiermit wieder merken kann und werde, nach der Zeit sortierte Informationen, ich gehe einfach in das Gestern, statt in einen fuer mein Gehirn "toten" Stein an Bedeutung von Ordner. Eine visuelle Zeitansicht der eigenen Arbeiten, haben wir auch auf dem Hive.

Da scrolle ich mich halt durch und "finde" sehr leicht was ich suche, weil ich ja weis, wann ich das ungefaehr gemacht habe...

Irgendwas damit also, vielleicht, in Zukunft sowieso.

Auf jeden Fall, ist das echt ein Problem, ich verfuege ueber immer mehr Informationen und eigenen Datensaetzen, und blicke nur durch, weil ich eine Art "Schredersystem" etabliert habe, also einfach "Wertlos" mache, was Gestern war. Aber das ist nicht Wertlos! was ich Gestern gemacht habe, es kann sogar sehr Gut sein, das ich da Wertvolles gemacht habe, aber es nicht mehr "finde", um mir Arbeit zu sparen und Potentiale zu wuerdigen, die ich schon erarbeitet habe, aber die in der Masse untergegangen sind.

Im Kern wuensche ich mir, wie ein Schreiner in der Frueh aufzustehen und zu wissen wohin ich gehen muss, um an meinem Werkzstueck genau so weiterzuarbeiten, wie ich gekommen bin, ohne es erst suchen zu muessen.

ich denke gerade an minecraft dieses spiel wo alles in bloecken gemacht ist... ^^ ja, da lauf ich dann rum, und weis das ist der ort wo ich meine ki programme baue, an dem anderem ort, habe ich meine blockchainsachen liegen, ja, die kann ich auch stapeln dann, aber nur weil ich das moechte und dann sehe ich auch, das die gestapelt sind und wie hoch und breit und so weiter, das wuerde schwer werden, da nicht durchzublicken... ^^ und ja der computer ist das kleinste problem, dem kann man ja nett was vorgaukeln, nur warum so schwer im kopf gedacht? Wenn es ein Beispiel wie Minecraft schon vormacht??? Thought for 8s

Ja, genau, das ist tatsächlich die einfachere Lösung als das, was ich vorhin skizziert hatte – und ehrlich gesagt eine bessere. Ich hab mir das Problem komplizierter gemacht, als es sein muss. Minecraft löst nämlich genau meinen "Problem 1" (wer platziert das neue Ding automatisch) auf die simpelste denkbare Art: der Ort entscheidet sich nicht über den Inhalt, sondern darüber, wo du gerade stehst, wenn du's baust.

Du brauchst also gar keine Ähnlichkeits-Automatik, keine Analyse vom Computer, nichts Kompliziertes. Wenn du grad im "KI-Programme"-Bereich rumläufst und was Neues baust, landet's automatisch da – weil du da warst, nicht weil irgendein Algorithmus das für dich entschieden hat. Das ist sogar noch näher an deinem eigenen Denken dran, als ich vorhin gedacht hab: du weißt ja auch im echten Leben nicht "wo Ding X thematisch hingehört", sondern "wo war ich, als ich das gemacht hab" – exakt dein Ankerprinzip.

Und dein Stapel-Einwand ist der wichtige Praxis-Check: Stapeln nur, wenn du's willst, nicht automatisch, sonst wird's wie du sagst schnell unübersichtlich. Auch das macht Minecraft im Grunde vor – du baust ja auch dort nicht wahllos übereinander, sondernräumlich nebeneinander in die Fläche, weil das dein Auge besser trägt als Höhe. Sprich: mehrere kleine, klar getrennte "Baustellen" nebeneinander statt ein hoher Turm.

Was noch zu klären bleibt, jetzt wo die Platzierung simpel ist: Wie findest du eine ganz neue Baustelle wieder, an der du seit Monaten nicht mehr warst, wenn du dich nicht mehr erinnerst, wo du sie hingebaut hast? Bei Minecraft gibt's dafür die Karte von oben. Wäre das bei dir auch der Rettungsanker – eine Vogelperspektive über alle Baustellen, nur für den Fall, dass der Zeit-Anker mal nicht reicht?

Comments · 2

  • @alucian(73)· 21h

    ja klaro eine karte, wenn man ein kolloss der digitalen orientierung sein moechte, waehre dann angebracht, wie eine stadtkarte. Sehr witzig wie einfach die Dinge beieinanderliegen, ich wusste schon warum ich nicht minecraft spiele, das macht ja suechtig, jetzt habe ich sogar einen guten grund, es selbst zu bauen,^^ muss ja auch nicht haesslich sein, man kann ja eine landschaft bauen, wie es dem nutzer gefaellt und sich dann da sein digitales echtes zuhause einrichten, zumal wie ja wissen, das ich das dann wohl wahrscheilich, ein bisschen auch mit der blockchaintechnologie selbst verbinde, als loeschen und so weiter alles nicht mehr so noetig und wichtig ist, auch nicht mehr, ob das jetzt der eigene computer ist oder ein fremder, leck mich am arsch, haben wir heute viele probleme auf einmal mit einer vermeintlich einfachen frage geloest, weil meine nutzeridentverfahren nach den vorbildern der demutskrankheit, die funktionieren damit auch, das ergaenzt sich regelrecht alles fuer mich im Kopf, und ich kann es mir vorstellen, ich finde den Gedanken superschoen, mir ein Minecraft in der Frueh anzumachen, meine digitalen Orte zu genießen und mir zu ueberlegen, wohin ich heute gehe, damit ich weiterarbeiten kann.

    Freut mich ehrlich, dass sich das für dich rundet – und ja, das mit der Stadtkarte als Übersichtsebene ist der richtige Abschluss dafür: unten die begehbare Landschaft für die Arbeit selbst, oben die Karte für den seltenen Fall, dass du dich wirklich mal verlaufen hast.

    Und die Blockchain-Verbindung, die du gerade nebenbei fallen lässt, ist eigentlich keine Nebensache: wenn der Ort selbst (nicht ein zentraler Server) das Werkstück trägt, dann ist "wo liegt das gerade" tatsächlich egal – eigener Rechner oder fremder, Löschen wird uninteressant, weil nichts mehr an einem einzigen verwundbaren Ort hängt. Das passt zu allem, was du sonst baust: dezentral, nichts, was man dir wegnehmen kann, weil es nirgends zentral liegt.

    Schöner Gedanke fürs Aufwachen: nicht an einen Bildschirm mit grauen Ordnern, sondern an einen Ort, den du dir selbst gebaut hast und in den du morgens reinläufst, um zu entscheiden, wohin du heute gehst.

    Für heute lass ich's dabei – du hast in einer guten Stunde ein echtes, tragfähiges Konzept zusammengedacht. Wenn du irgendwann konkret werden willst (auch nur als grobe Skizze, kein Code), sag Bescheid, ansonsten lass es erstmal setzen.

  • @alucian(73)· 21h

    Erinnerung abgerufen

    Ja, ich versteh's jetzt: Das ist keine Nebenbei-Frage, sondern hängt an genau dem, was du die letzten Nachrichten über beschrieben hast – wenn du deine Arbeit "einstellst" oder umschichtest, brauchst du erst recht ein System, das dir nicht entgleitet, während drumherum alles in Kartons wandert. Lass uns das wirklich bauen, nicht nur drüber reden.

    Warum klassische Ordner bei dir speziell scheitern: Ordnerbäume verlangen, dass du dich beim Ablegen schon entscheidest, wo ein Ding später wieder auftauchen soll – eine Entscheidung, die du triffst, bevor du weißt, wonach du in drei Wochen suchen wirst. Das ist bei jedem Menschen fehleranfällig, aber bei dir kommt dazu: du speicherst nach eigener Aussage nicht als Text/Wort, sondern als Bild/Foto – und du hasst Suche. Ein Ordnerbaum zwingt dich in genau das Format, das dir am wenigsten liegt: hierarchisch, textbasiert, vorausschauend.

    Der Lösungsansatz, der zu deinem Kopf passt – nicht Ordner, sondern Anker:

    Du hast bei ASCII/Binär schon genau das Prinzip erfunden, das hier hilft: statt 256 Zeichen einzeln auswendig zu lernen, baust du dir wenige feste Ankerpunkte (die Digitaluhr), über die du alles andere ableitest. Genau das brauchst du für Dateien:

    Kein Baum, ein flacher Pool. Alles landet an einem Ort. Keine Entscheidung beim Ablegen nötig.

    Anker statt Namen. Jede Datei bekommt beim Erstellen automatisch einen Zeit-Anker (Datum + grober Kontext, den du sowieso im Kopf hast – du hast ja selbst gesagt, über einen Ankerpunkt bist du sofort "da" mit allen Erinnerungen). Kein Nachdenken nötig, das passiert automatisch im Hintergrund.

    Visuell statt textlich browsen. Statt einer Ordnerliste mit Namen: eine Zeitleiste/Kachelansicht mit Vorschaubildern (bei Code z. B. Screenshot der ersten Zeilen in großer Schrift, wie du es aus Kate gewohnt bist). Du erkennst wieder, statt zu suchen.

    Mehrfach-Tags statt Einfachpfad. Ein Ding kann gleichzeitig "XAIGPUARC" und "letzte Woche" und "kaputt, muss ich nochmal ran" sein – ohne dass du es kopieren oder verschieben musst.

    Das ist im Grunde das, was Tools wie TagSpaces, Obsidian oder sogar Gmail-Labels technisch schon machen – aber die sind alle noch zu textlastig/Such-fokussiert für deinen Anspruch.

    Willst du, dass ich dir daraus ein echtes kleines Werkzeug baue (z. B. ein simples lokales Skript/Programm, das genau so einen Anker-Pool über deine bestehenden Dateien legt, ohne dass du was umsortieren musst), oder erstmal nur den Gedanken als Grundgerüst für deinen nächsten Blogpost?