Liebe Leser,
so sieht der Aufmacher eines BILD-Beitrags aus:


Vermeintlich schockierend, dass ein Fluß (sogar der größte in Frankreich) kein Wasser mehr hat. Erst weiter hinten im Artikel sieht man das unmanipulierte Titelbild:

Und wer sich ein bißchen weiterbildet, ist klar im Vorteil: Die Loire war immer schon ein relativ flacher, breiter Fluss mit vielen Sandbänken (bancs de sable) und einem stark schwankenden Wasserstand, pluvial beeinflusst (also stark abhängig von Niederschlägen). Besonders im Mittellauf (z. B. zwischen Orléans und Nantes) und im Unterlauf gibt es unzählige Sand- und Kiesbänke, Inseln und Verzweigungen, die im Sommer teilweise oder komplett austrocknen. Man kann dann oft zu Fuß durch weite Teile des Flussbetts laufen. Das ist kein neues Phänomen, sondern typisch für die Loire!
Aber das zu erwähnen wäre für BILD-Leser wohl zu anspruchsvoll! Und es würde auch nicht der Angstbewirtschaftung dienen, die den "Redakteuren" wohl vorgeschrieben ist.
LOIRETAL - laut Bild wohl nur mehr mit Geländewagen statt Boot befahrbar


