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Bitcoin-Mining, KI und die Gewinner im Hintergrund

Wafer statt RAM?

Wenn wir über Bitcoin, künstliche Intelligenz und die zunehmende Digitalisierung sprechen, denken die meisten Anleger zuerst an Bitcoin, Nvidia oder große KI-Unternehmen.

Dabei gibt es eine Branche, die häufig im Hintergrund bleibt, aber für die gesamte Entwicklung unverzichtbar ist: die Halbleiterindustrie.

Interessant ist dabei, dass Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren völlig unterschiedliche Hardware-Anforderungen haben.

1. Bitcoin-Mining: Ohne Wafer keine ASICs

Bitcoin-Miner arbeiten mit sogenannten ASICs (Application-Specific Integrated Circuits). Das sind hochspezialisierte Chips, die ausschließlich für bestimmte Rechenoperationen – beim Bitcoin-Mining den SHA-256-Algorithmus – entwickelt wurden.

Diese Chips werden auf hochreinen Silizium-Wafern produziert. Ohne diese Wafer gibt es keine ASIC-Chips und damit auch keine modernen Bitcoin-Miner.

Während Gaming-PCs und KI-Server auf unterschiedliche Prozessoren und Speicherlösungen angewiesen sind, benötigen Bitcoin-Miner vor allem maximale Rechenleistung und Energieeffizienz.

Klassischer Arbeitsspeicher spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die notwendigen kleinen Speicherbereiche befinden sich überwiegend direkt auf dem Chip.

2. KI-Rechenzentren: Der Hunger nach RAM

Bei künstlicher Intelligenz sieht die Situation ganz anders aus.

Moderne KI-Systeme benötigen enorme Mengen an schnellem Arbeitsspeicher. Besonders gefragt ist sogenannter HBM (High Bandwidth Memory).

Dieser Speicher ermöglicht es KI-Beschleunigern, riesige Datenmengen mit extrem hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten.

Davon profitieren insbesondere drei große Hersteller:

  • Samsung Electronics
  • SK Hynix
  • Micron Technology

Drei Unternehmen, die einen Großteil des weltweiten DRAM-Marktes kontrollieren.

3. Die Wafer-Hersteller: Das Fundament der Chipindustrie

Noch bevor ein Prozessor, eine Grafikkarte oder ein ASIC entstehen kann, wird ein hochreiner Silizium-Wafer benötigt.

Der Markt wird von wenigen großen Unternehmen dominiert:

  • Shin-Etsu Chemical (Japan)
  • SUMCO (Japan)
  • GlobalWafers (Taiwan)
  • Siltronic (Deutschland)

Hinzu kommt SK Siltron aus Südkorea, das zum SK-Konzern gehört und nicht eigenständig börsennotiert ist.

Diese Unternehmen liefern das Ausgangsmaterial für die weltweite Chipproduktion. Zu ihren Kunden zählen große Auftragsfertiger wie TSMC und Samsung Foundry.

4. Was könnte das für Anleger bedeuten?

Wir haben hier zwei unterschiedliche Wachstumstreiber:

  • Bitcoin-Mining benötigt spezialisierte Rechenchips und damit Silizium-Wafer.
  • KI-Rechenzentren benötigen leistungsfähige Prozessoren und gigantische Mengen an HBM- und DRAM-Speicher.
  • Die gesamte Halbleiterindustrie ist auf hochreine Wafer angewiesen.

Damit ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, indirekt von der Entwicklung zu profitieren, ohne selbst Bitcoin-Miner oder Nvidia-Aktien kaufen zu müssen.

Allerdings sollte man eines nicht vergessen: Die Halbleiterbranche ist stark zyklisch. Hohe Investitionen, Überkapazitäten, technologische Veränderungen und schwankende Preise können die Gewinne der Hersteller erheblich beeinflussen.

Mein Fazit:

Vielleicht lohnt es sich, nicht immer nur auf die Unternehmen zu schauen, die am Ende das fertige Produkt verkaufen.

Manchmal sitzen die interessanten Unternehmen eine Stufe weiter hinten in der Lieferkette.

Denn egal, ob Bitcoin-Mining, künstliche Intelligenz oder Gaming: Ohne Halbleiter läuft in unserer digitalen Welt praktisch nichts.

Und irgendwo muss schließlich auch der Chip herkommen, der unsere digitale Zukunft berechnet.

Keine Anlageberatung, sondern ein Blick auf eine Branche, die man als langfristiger Anleger durchaus auf dem Radar haben sollte.

Kurze Unternehmensübersicht für Anleger

【信越化学工業(4063)】《国策》半導体関連で世界シェア1位!配当金は10年前の「4.8倍」 昨日の終値はいくら?(LIMO) - Yahoo!ファイナンス

Shin-Etsu Chemical

Japanischer Chemie- und Materialkonzern und einer der weltweit führenden Hersteller hochreiner Silizium-Wafer.

【銘柄分析】SUMCO(3436)はスイング投資で狙えるのか?|株主motu | 銘柄分析

SUMCO

Japanischer Spezialist für Silizium-Wafer, insbesondere für die Halbleiterproduktion im 300-mm-Format.

GlobalWafers to invest $4 billion into U.S. chip manufacturing after opening Texas plant | Tom's Hardware

GlobalWafers

Taiwanischer Wafer-Produzent und einer der wichtigsten Zulieferer der internationalen Chipindustrie.

Siltronic hat Produktion eingestellt: Kleine Wafer sind Geschichte

Siltronic

Deutscher Wafer-Hersteller mit Sitz in München. Einer der bedeutenden europäischen Anbieter für die globale Halbleiterindustrie.

Samsung, SK Hynix expect chip prices to stay firm in 2024 - KED Global

Samsung Electronics

Südkoreanischer Technologiekonzern und einer der weltweit größten Hersteller von DRAM und HBM-Speicher.

SK Hynix

Südkoreanischer Speicherhersteller mit besonders starker Position bei Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren.

Samsung and Micron prep advanced HBM3E 3D chips for memory-intensive applications | TechSpot

Micron Technology

US-amerikanischer Speicherchip-Hersteller, der von der steigenden Nachfrage nach DRAM und HBM profitiert.

Eine wichtige Einordnung: Wafer sind nicht ausschließlich für Bitcoin-Mining interessant. Sie werden für praktisch alle modernen Halbleiter benötigt. Das macht die Wafer-Hersteller zu einer Art Grundversorger der gesamten Chipindustrie.

Ebenso sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass steigende Bitcoin-Mining-Aktivität unmittelbar zu höheren Gewinnen bei Wafer-Herstellern führt. Der Anteil des Mining-Geschäfts an der gesamten Halbleiternachfrage ist vergleichsweise klein.

Mein persönlicher Blick wäre deshalb: Wafer als breit aufgestellte Halbleiter-Infrastruktur und HBM als gezieltere KI-Wachstumsstory.

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Comments · 1

  • @reiseamateur(74)· 2h

    Yep, viele stopfen sich ihre Taschen voll, die gar keine BTC haben oder haben wollen.... Aber KI und Krypto stopfen viele Aktienäre die konten voll! Irgenwann machts mal Plumps.....

    Lg 🤠