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Eine Runde durch den Rikugien Garten👹🍣🎎 Mein Japan

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Heute sind wir wieder einmal in meiner Lieblingsstadt, in die ich es in den letzten Jahren leider viel zu selten geschafft habe. Es gibt halt im Alltag viel zu viel zu tun, so dass für meine große Liebe Tokio einfach viel zu wenig Zeit habe.

Aber wenn ich einmal in der Stadt bin, möchte ich dort natürlich so viel wie möglich entdecken. Dabei halte ich mich nicht nur an die typischen Sehenswürdigkeiten, die alle besuchen — ich lasse mich gern einfach treiben. So lande ich in den unterschiedlichsten Ecken der Stadt, in denen es überall etwas Spannendes zu entdecken gibt. Und wo ich mich jedes Mal so wohl fühle, dass ich am Ende gar nicht mehr zurück nach Hause will sondern am liebsten für immer hierbleiben würde.

Aber letztendlich heißt es dann eben doch immer wieder Abschied nehmen, wobei ich zum Glück jedes Mal eine ganze Menge Bilder mit zurückbringe. Und diese Bilder helfen mir, die Erinnerungen an meine Lieblingsstadt frisch zu halten und stimulieren gleichzeitig die Vorfreude auf den nächsten Besuch.

Noch weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal nach Tokio kommen werde, es wird wohl noch ein wenig dauern. Ich habe mir aber schon ein paar neue Ziele herausgesucht, und ich bin schon sehr gespannt, wo es mich dann wieder hintreiben wird.

Und um die Zeit bis zu meinem nächsten Besuch zu überbrücken, nehme ich heute mit auf einen kleine Runde durch einen Park, den ich beim letzten Mal besucht hatte. Japanische Parks versprühen einen ganz besonderen Charme, den man zu jeder Jahreszeit spüren kann, und dem ich mich nur zu gerne aussetzen tue.

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An einem recht sonnigen Frühlingstag führte uns unser Ausflug in den Rikugien‑Garten (六義園), der im Stadtbezirk Bunkyō im Norden Tokios liegt. Die Idee für unser Ziel kam diesmal nicht von mir, aber ich war trotzdem ganz gespannt, was wir hier zusehen bekommen würden.

Der Rikugien‑Garten gilt als einer der schönsten erhaltenen Daimyō‑Gärten der Edo‑Zeit und umfasst rund 88.000 m² mit einem großen zentralen Teich, künstlichen Hügeln, verschlungenen Wegen und mehreren traditionellen Teehäusern.

Der Garten wurde zwischen 1695 und 1702 im Auftrag des fünften Tokugawa‑Shōguns Tokugawa Tsunayoshi angelegt. Der Rikugien wurde als sogenannter „Strolling Garden“ konzipiert – ein Landschaftsgarten, den man im Rundgang erlebt. Die Gestaltung orientiert sich an der Welt der Waka‑Poesie, weshalb der Name „Rikugien“ auf die sechs Prinzipien der chinesischen Dichtkunst verweist, die später auch die japanische Poesie beeinflussten.

Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer des Parks einige Male bis 1938 die Stadt Tokio den Park übernahm,ihn restaurierte und der Öffentlichkeit zugänglich machte. Seit 1953 ist Rikugien als „Ort von außergewöhnlicher Schönheit“ und wichtiges Kulturgut Japans offiziell geschützt.

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Aber schauen wir doch einmal selber in den Park hinein, der wirklich einen wunderbar gepflegten Eindruck machte. Bei unserem Besuch war es gerade Ende März, und die Zeit des Winters war gerade erst vorbei. Die Natur in Japan war noch dabei, sich von der kalten Jahreszeit zu erholen, was man auch hier in diesem Park spüren konnte.

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Es war entspannend und stimulierend zugleich, hier im Rikugien eine Runde zu drehen. Es gab mehrere große und kleine Weg, die durch die Anlage führten, in deren Mitte sich ein kleiner See befand.

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Insbesondere in Parks haben Seen und Wasserwege eine ganz besondere Wirkung, welche wohl vor allem in Japanischen und Chinesichen Parks am deutlichsten zu spüren ist. Irgendwie spiegeln sie das Zentrum des Universums wieder, um das sich der Rest der Welt zu drehen scheint.

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Wir waren an jenem Tag nicht alleine, denn der Rikugien erfreut sich einiger Beliebtheit. Aber in der weitläufigen Anlage verliefen sich die vielen Besucher, so dass man bei seinem eigenen Spaziergang recht gut entspannen konnte. Und wenn man dann auf dem kleinen Aussichtshügel Fujishiro‑toge steht, kann man ein wundervolles Panorama über den gesamten Garten genießen, das angeblich zu den beliebtesten Fotomotiven gehört.

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Ich liebe es, die verschiedenen kleinen Weg entlang zu stromern und zu schauen, wo sie mich denn hinbringen. Dabei fühlt man sich auf einmal ganz weit entfernt von all dem Stress und der Hektik der großen Stadt, die einen kurz zuvor noch begleitet hatten.

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Bilder wie dieses schaffen es doch spielend, uns in eine ganz andere Welt zu versetzen. Und genau das hatten die Gestalter dieses wundervollen Gartens doch auch beabsichtigt, welcher heute zum Glück alles Besuchern offen steht. Und auch ich war froh, dass wir unseren Weg hierher gefunden hatten.

Der Rikugien ist bekannt für seine tolle Herbstlaub‑Illuminationen, die abends den Garten in warmes Licht tauchen. Dafür waren wir zwar zur falschen Zeit am richtigen Ort, aber so haben wir doch ein tolles Ziel für einen zukünftigen Besuch in der japanischen Hauptstadt, in welche ich gerne auch noch einmal im Herbst kommen würde.

Wie anfangs bereits geschrieben, ich komme ich diesen Tagen viel zu selten nach Tokio. Aber meine vielen Bilder zeigen mir immer wieder, dass ich zm Glück bereits so viele tolle Ecken in dieser großartigen Stadt entdecken konnte. Der Rikugien Park gehört eindeutig dazu, und ich würde mich sehr freuen, wenn ich eines Tages noch einmal hierher kommen könnte. Am besten mit der selben wundervollen Begleitung wir an jenem Tag.

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