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Es lohnt sich meist wiederzukommen 👹🍣🎎 Mein Japan

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Auch wenn ich eigentlich gerne jeden Tag etwas Neues entdecken würde, komme ich dazu in der letzten Zeit viel zu selten. Zu vieles steht immer an, und wenn wir dann doch endlich mal wieder rauskommen, reicht die Zeit meist trotzdem nicht, um auf große Tour zu gehen. Aber glücklicherweise gibt es bei uns in der Umgebung dann doch so einiges, was auch einen wiederholten Besuch wert ist und wo es sich lohnt, ruhig des öfteren vorbeizuschauen.

Einige der Orte habe ich meist zuvor alleine entdeckt und das erste Mal ausgekundschaftet, und nun freue ich mich, hier noch einmal zusammen mit meinem kleinen Team herzukommen und mich etwas genauer umzusehen. Auch wenn nicht immer alle meine Leidenschaften teilen, ist es mir doch bisher recht oft gelungen, alle zufrieden zu stellen und allen etwas interessantes zu bieten. Zumindest halten sich die diesbezüglichen Beschwerden im Rahmen, und ich schaffe es weiterhin, alle, die mitkommen sollten, an Bord beziehungsweise ins Auto zu holen. Zusammen machen Ausflüge nun einmal viel mehr Spaß und gemeinsam lässt sich viel mehr erleben.

Und so kam es, dass wir an einem äußerst sonnigen Herbstag eine Tour durch unsere Region machten, und dabei ganz spontan einen kleinen Abstecher zu einmel Tempel machten, den ich vor ein paar Jahren bereits einmal besucht hatte. Damals war ich auf dem Weg zu Arbeit und hatte das Zeitfenster, welche ich noch hatte, für diesen ersten Besuch genutzt, wobei ich dann eine recht schnelle Runde durch die Tempelanlage machte.

Diesmal waren wir zeitlich nicht ganz so knapp dabei, auch wenn wir doch noch ein paar andere Ziele ansteuern wollten. Und bei den immer kürzer werdenden Tagen im Herbst, muss man gut aufpassen, dass es nicht doch auf einmal dunkel wird. Aber zumindest hier bei diesem Tempel stand die Sonne noch ziemlich hoch am Firnament und wir konnten uns in Ruhe hier umsehen.

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Wir waren dabei die einzigen Besucher, abgesehen von dem Wanderer, der kurz zuvor aufgebrochen und den Weg direkt in die Berge genommen hatte. Wir dagegen liefen erst einmal auf das Haupttor zu, vor dem links und rechts des Weges zwei Jizo-Statuen auf uns warteten. Ihren Segen nehme ich gerne mit und gebe ihn später auch gerne wieder weiter.

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Das eigentliche Tempelgebäude war eher schlicht, aber es passte dadurch wahrscheinlich auch viel besser hierher in diese Region mit seinen Leuten. Hier ist alles etwas abseits der großen Touristenströme und Besucher wie wir kommen hier wohl auch nicht zu oft vorbei. Aber das macht dann auch wieder den Charme von Orten wie diesen aus, welche ich vielleicht gerade deshalb immer wieder gerne besuche.

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Etwas abseits zeigten sich ein paar Herbstfarben und zum Rot des Ahorn gesellte sich das Rot weiterer kleiner Jizo-Figuren, deren Aufgabe es ist, über den Wanderer zu wachen und ihn und vor allem auch die Neugeborenen von Unheil zu bewahren.

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Gleich direkt neben dem Tempel befand sich ein recht großes metallenes Toori, welches den Eingang zu einem Schrein markierte. Hier an diesem Ort zeigt sich wieder einmal, das Shintoismus und Buddhismus in Japan oft eine harmonische Symbiose eingehen und gemeinsam und auch nebeneinander funktionieren können. Nicht immer und überall ist das den Religionen unserer Welt gegeben, um so mehr erfreut es mich, dies an so charmanten Orten wie diesem erleben zu können.

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Hier sehen wir das Becken zur rituellen Handreinigung, deren Wasser aus einem schlichten Leitungsrohr gespeist und nicht wie so oft von einem imposanten Drachen bewacht wird. Vielleicht treffen wir den Drachen ja ein anderes Mal.

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In der Mitte der Anlage führte ein Weg durch ein weiteres, diesmal rotes Tori den Hang hinauf. Liks und rechts den Anlage gibt es weitere Pfade, die nach oben und von dort weiter in die Berge hinein führen, dorthin, wo unserer Wanderer hin verschwunden ist. Wir sind zuerst auch an den linken Seite nach oben, und dann über den Scheitelpunkt vorbei rechts wieder nach unten gekommen. Nun stand ich hier direkt in der Mitte und wollte mir noch einen weiteren Aufstieg gönnen.

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Am linken Pfosten des Toori war diese Warnung befestigt. Bären sind in diesem Teil Japans keine Seltenheit und man muss insbesondere im Herbst aufpassen, ihnen nicht zu Nahe zu kommen. Nun ist die Zeit, in der sie sich ihren Winterspeck anfressen, bevor sie sich dann in ein paar Wochen zur Ruhe begeben und ihren wohlverdienten Winterschlaf geniessen.

Bis dahin haben sie aber noch etwas Hunger und müssen noch ordentlich was zu Fressen finden. Und da man selber nicht unbedingt auf der Speisekarte der Bären landen will, passt man besser auf und bleibt ihnen fern. Und auch wir sind nicht weiter in die Berge eingedrungen, sondern haben es bei dieser Runde durch die Anlage belassen.

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Hier haben wir ein weiteres Warnschild, welches diesmal davor warnt, unachtsam einen Waldbrand zu verursachen. Aus meinem Heimatland und auch aus anderen Ländern habe ich schon des öfteren von wilden und zerstörerischen Waldfeuern gehört, aber in Japan habe ich diesbezüglich dann doch noch nichts vernommen. Eine meiner Theorien dazu ist, dass der viele Niederschlag das Land feucht genug hält, um es nicht beim ersten Funken gleich in Brand zu setzten. Regnen tut es nämlich recht viel, was in diesem Fall vielleicht wirklich ein Segen ist.

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Auch diese kleine Schaukel wurde an jenem Tag ausprobiert. Ihre besten Tage scheint sie hinter sich zu haben, und auch wenn sie vielleicht nicht zu den besten Schaukel der Welt gehören mag, schafft sie es doch, diesem Ort hier direkt am Waldesrand noch ein wenig einladender zu machen.

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Für uns ging es nun weiter und wir machten uns um dem Weg zu unserem nächsten Ziel. Verabschiedet wurden wir dabei von dieser Botschaft, welche wahrscheinlich den perfekten Schlusspunkt für unseren Besuch hier setzte.

ささえあい助けあってみんなで元気にがんばろう

Sasae ai tasuke atte minna de genki ni ganbarou
Unterstützen und helfen wir uns gegenseitig und geben wir gemeinsam unser Bestes.

Genau, da gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ich schaute noch ein paar Mal zurück und war einfach nur froh, diesen kurzen spontanen Abstecher hierher gemacht zu haben. Meine Laune war gut und so war auch das Wetter und wir hatten den größten Teil des Nachmittags noch vor uns.

Ein in mir aufkommendes wohlige Gefühl der Dankbarkeit zeigte mir wieder einmal, dass es manchmal gar nicht viel braucht, um sich gut zu fühlen. Wunderbar, so etwas wird sich hoffentlich noch oft wiederholen...

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